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Die bunte Insel aus Feuer und Eis – was man im Winter auf Island nicht verpassen sollte

9. Jänner 2018 4 Min. Lesezeit

Sie haben wahrscheinlich schon viel über Island gehört – atemberaubende Natur, spektakuläre Landschaften, ein Ort, an den man immer wieder zurückkehren möchte… Und man kann dem nur zustimmen.

Die meisten Reisenden besuchen Island während der Hauptsaison, also zwischen Mai und September, wenn sie das endlose Licht genießen können. Island liegt direkt am Polarkreis, daher ist Tageslicht von bis zu 20 Stunden im Sommer keine Seltenheit. Sie haben also viel Zeit, die Schönheit der Insel zu entdecken. Und davon gibt es so viele! So viele, dass Sie sich wünschen werden, der Tag wäre noch viel länger. Andererseits wird dieser „Licht“-Luxus auch mit mehr Niederschlag, mehr Touristen und höheren Preisen erkauft. Einfach die Hauptsaison in vollem Gange.

Lagune Jökulsárlón (Island)

Eine interessante Alternative ist es daher, Island im Winter zu besuchen. Natürlich können Sie Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt erwarten, aber glauben Sie uns, das winterliche Island hat seinen ganz eigenen Charme. Wir haben uns auch darin verliebt, und deshalb haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, was Sie auf Island auch in den Wintermonaten erleben können.

Vík – das südlichste Dorf der Insel

Ein Evergreen unter den Top-Orten, die man auf Island unbedingt besuchen sollte, ist das Dorf Vík. Es ist das südlichste Dorf der Insel, das für seine schwarzen Strände, Papageientaucher (ein kleiner Seevogel, dessen Art langsam gefährdet ist) und atemberaubende Klippen bekannt ist. Vergessen wir auch nicht das berühmte kleine Kirchlein, das auf einem Hügel thront, mit den tiefschwarzen Stränden und zerklüfteten Klippen im Hintergrund.

In der Nähe von Vík finden Sie auch den berühmten Strand Reynisfjara, der zu den schönsten und gleichzeitig gefährlichsten Stränden der Welt zählt. Aus dem schwarzen Sand ragen hier wie Zähne bedrohlich die Basaltsäulen namens Gardar hervor.

Vík - Island

Lagune Jökulsárlón – ein eisiges Königreich

Begeben wir uns an einen Ort, an dem Ihnen der Atem stocken wird. Ich wage zu behaupten, dass Sie, sobald Sie die Lagune voller riesiger, türkis gefärbter Eisberge sehen, in die die winterliche isländische Sonne in einem typisch orangen Farbton scheint, genauso wie alle um Sie herum in sprachloses Staunen versetzt werden.

Lagune Jökulsárlón - Island

Aus der Lagune lösen sich nach und nach Eisformationen und werden von der Flussströmung ins Meer getragen. Am Strand bilden sie dann abstrakte Kunstwerke aus Eis. Im Winter leben hier auch Robben, wenn Sie also Glück haben, können Sie sie zwischen den Eisskulpturen entdecken.

Thermalbaden – ins Wasser nur mit Mütze

Das Städtchen Reykjadalur ist auf den ersten Blick eine völlig unscheinbare isländische Stadt mit ein paar Häusern und Gewächshäusern. Wenn Sie jedoch eine etwa drei Kilometer lange Wanderung zum heißen Fluss unternehmen, können Sie ein großartiges Bad im Thermalwasser genießen. Und das auch im Winter.

Anfangs führt der Weg vom Parkplatz steil bergauf an verschiedenen Quellen vorbei. Später erreichen Sie eine Höhenlinie, der Sie bis zum Fluss folgen.

Das Wasser ist an mehreren Stellen aufgestaut, sodass Sie Becken mit unterschiedlichen Temperaturen ausprobieren und die Ruhe mit Blick auf die umliegenden Felsen und Hügel genießen können. Treppen führen ins Wasser und am Ufer stehen Sichtschutzwände zum Umziehen bereit. Es ist ideal, die einstündige Wanderung zum Fluss bereits am Morgen zu beginnen, um anderen Touristen auszuweichen und das Baden in Ruhe und Privatsphäre genießen zu können.

Thermalbad auf Island

Harte Landung – Douglas Super DC-3 Dakota

Wrack der Douglas Super DC-3 Dakota (Island)

Zu den meistfotografierten Orten auf Island gehört zweifellos das zerfallende Flugzeug der US Navy, eine Douglas Super DC-3 Dakota, die am 21. November 1973 an der Südküste in der Region Sólheimasandur abgestürzt ist. Zum Flugzeugwrack, das aus dem schwarzen Sand herausragt, gelangen Sie vom Parkplatz aus nach einem dreikilometrigen Fußmarsch über einen Pfad durch den einsamen Strand.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Island ist eine Insel, in deren Innerem es ständig brodelt. Zu den touristisch beliebtesten „heißen“ Orten gehört das sogenannte Goldene Dreieck, wo Sie sowohl Geysire als auch den Punkt finden, an dem die eurasische und die nordamerikanische tektonische Platte aufeinandertreffen. Nicht fehlen darf der Wasserfall Gullfoss, der mit seiner Wucht zu den wahren Naturwundern Islands zählt.

Ein weiteres für uns Mitteleuropäer interessantes Naturphänomen sind Geysire. Der bekannteste namens Geysir erreichte einst eine Höhe von bis zu 70 Metern, ist aber derzeit fast inaktiv. Die größte Attraktion ist sein kleinerer Kollege geworden – der dreißig Meter hohe Strokkur, der in Abständen von wenigen Minuten ausbricht.

Der letzte Teil des Goldenen Dreiecks ist der Nationalpark Þingvellir, der etwa 50 Kilometer von Reykjavík entfernt liegt. Er ist meist der erste Ort, den Touristen auf Island ansteuern. Hier finden Sie den Ort, an dem das älteste Parlament der Welt gegründet wurde, und ein Stück weiter die sichtbare Spalte zwischen der eurasischen und der nordamerikanischen Erdplatte.

Geysir Island

Auf Island gibt es bei jedem Wetter einfach viel zu sehen.

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