Jedes Jahr wird der stilvolle und fotogene Berg an Geschenken unter dem Weihnachtsbaum von einem Stapel buntem Papier und Schleifen abgelöst. Geht Ihnen das auch so? Möchten Sie es dieses Jahr anders machen? Vielleicht nachhaltiger? Wir haben inspirierende Ideen für Sie, wie Sie Geschenke verpacken können, ohne unnötigen Abfall, chemisch gefärbtes Papier und einen Keller voller Geschenktüten.
Weihnachten war früher ein Zeichen von Ruhe, Mäßigung und Bescheidenheit. Im letzten halben Jahrhundert ist es jedoch eher zu einem Fest des Konsums und des Überflusses geworden. Es gibt nichts Schöneres, als die Freude in den Augen des Beschenkten zu sehen, das ist sicher nicht unnötig. Aber was ist unnötig? Einweg-Geschenkpapier, Plastiktüten oder Schleifen.
Weihnachten nach fernöstlicher Art

In Japan werden Geschenke schon seit Jahrhunderten umweltfreundlich verpackt. Dafür werden Stoffe namens Furoshiki verwendet. Diese gibt es in verschiedenen Formen, Mustern und Größen. Sie können darin bequem auch runde Gegenstände einwickeln. Wer sich schon oft mit dem Einwickeln einer Tasse in widerspenstiges Geschenkpapier gequält hat, hat jetzt gewonnen! Der Vorteil ist, dass die Stoffe sowohl als Geschenk als auch als Verpackung für weitere Beschenkte dienen können. Und wenn Sie selbst kreativ und geschickt sind, können Sie im Kurzwarenladen Stoffe mit schönen Weihnachtsmotiven besorgen und Ihre eigenen zu Hause nähen.
Schluss mit einzelnen Socken
Wir können uns von Japan inspirieren lassen; wer clever ist, kann sich eigene Verpackungsmaterialien ausdenken oder finden. Stoffe und Stoffbeutel können natürlich jedes Jahr problemlos wiederverwendet werden; auch Küchentücher, Schals und – aufgepasst – einzelne Socken eignen sich hervorragend!
Wenn es an Stoffverpackungen mangelt, gehen Sie in den Keller, um nach alten Zeitungen zu suchen, oder besuchen Sie ein Antiquariat. Und wonach sollten Sie dort greifen? Nach alten Landkarten, Postern oder Comics. Stilvoller hätten Sie es sich unter dem Weihnachtsbaum kaum wünschen können... Und was ist mit den Resten verschiedener Papiere? Erstellen Sie daraus eine interessante Collage!
Für Geschenke eignen sich auch gesäuberte Gläser von Konfitüren oder Honig sehr gut, die wohl jeder zu Hause hat. Sie eignen sich hervorragend für Kleinigkeiten wie Schmuck, Konzert- oder Theaterkarten, Gutscheine oder essbare Geschenke. Es gibt viele Ideen für deren Dekoration, der Fantasie sind in diesem Fall wirklich keine Grenzen gesetzt.

Sie möchten nicht auf Papier verzichten?

Wenn wir Sie nicht für Stoffe und Gläser begeistern konnten, haben Sie auch bei Geschenkpapier die Chance, sich zumindest teilweise umweltfreundlich zu verhalten. Sie können entweder bereits recyceltes Papier ohne Muster kaufen oder Geschenkpapier aus den Vorjahren wiederverwenden. Wenn es ausgedient hat, können Sie es ins Altpapier geben! Achten Sie nur auf problematische Farben, einige können mit Chemikalien kontaminiert sein.
Auf den ersten Blick erkennen Sie bereits recyceltes Papier an der braunen oder grauen Farbe. Lesen Sie aber trotzdem die Beschreibung, denn die Farbe allein garantiert noch keine Recyclingfähigkeit.
Geschenkpapier kann das FSC-Zertifikatssiegel tragen, das garantiert, dass das Papier aus Holz hergestellt wurde, das aus ökologisch nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt.
Zapfen und Bast? Ein echter Hipster-Trend!
Gut, recyceltes Papier und eine einsame Socke habe ich, aber was nun? Für die meisten Geschenkformen reichen Bast oder eine einfache Juteschnur aus. Und wenn Sie nichts zur Hand haben, was man gerade verwenden könnte, können Sie die Schleife einfach mit einem Bleistift oder Buntstift auf das Papier zeichnen. Für kleine Geschenke eignen sich auch kurze Bänder hervorragend, die Sie von den Schultern von Pullovern und Hemden abschneiden. Ja, so sieht hundertprozentige Nutzbarkeit aus!
Manchmal ist Hilfe in Form von Klebeband jedoch mehr als nötig; auch Klebeband wird aus Papier und Klebstoff auf Basis von Naturkautschuk oder aus anderen recycelten oder recycelbaren Materialien hergestellt! Fragen Sie einfach nach, im Schreibwarengeschäft oder direkt im Öko-Laden hilft man Ihnen sicher gerne weiter.
Dekorieren Sie gerne auf natürliche Weise? Das i-Tüpfelchen finden Sie im Wald! Zweige, Rinde und Zapfen sind eine echte Bereicherung für unkonventionell verpackte Geschenke, und der Beschenkte wird sich doppelt freuen, Sie werden sehen!

Die Sache mit den Namensschildern
Jedes Geschenk hat auch seinen Besitzer, das ist klar. Aber wie stellt man sicher, dass die Geschenke nicht vertauscht werden, wenn alle im gleichen Papier eingewickelt sind? Neben dem klassischen Beschriften mit Bleistift können Sie zum Beispiel Weihnachtslebkuchen verwenden. Wählen Sie für jeden Angehörigen eine einzige Form, die Sie an die für ihn bestimmten Geschenke binden, und schon haben Sie Klarheit. Neben Lebkuchen können Sie auch Zweige von verschiedenen Bäumen und Sträuchern oder andere Schätze aus der Natur nutzen. Eine geeignete Alternative sind auch Bilder, die auf das Geschenkpapier gezeichnet wurden, kleine dekorative Wäscheklammern oder vielleicht Mini-Tafeln, auf die Sie die Initialen mit Kreide schreiben können.
Hat Sie eine der genannten alternativen Verpackungsmethoden angesprochen oder haben Sie in der Vergangenheit selbst schon eine ausprobiert? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns und anderen in den Kommentaren.
Quelle der Fotos: flickr.com, pixabay.com, honestlyyum.com