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Rückenschmerzen vorbeugen – wissen Sie, wie das geht?

2. September 2024 4 Min. Lesezeit
Ohne Rucksäcke und Taschen kämen wir kaum aus. Aber wie trägt man sie, ohne dem Körper unnötig zu schaden? Es genügt, ein paar Grundsätze zu verinnerlichen.

Der bevorstehende Weltrückentag, der auf den 16. Oktober fällt, ist eine ideale Gelegenheit, mehr auf den eigenen Bewegungsapparat zu achten. Lassen Sie sich nicht davon täuschen, dass Sie momentan keine Schmerzen haben – wenn es erst einmal so weit ist, werden Sie Ihre Nachlässigkeit verfluchen und sich wünschen, Sie hätten früher an die Prävention gedacht.

Zu viel des Guten schadet

Obwohl manche von uns den törichten Glauben haben, die ganze Last der Welt tragen zu können, teilt unser Stützapparat diese Idee meist nicht. Experten zufolge sollten wir täglich eine Last von maximal 15 % unseres Körpergewichts tragen.

Neben einer vernünftigen Belastung ist auch deren Verteilung wichtig. Es ist nicht ratsam, den Körper einseitig zu belasten, daher ist es besser, eher einen Rucksack als eine Tasche zu wählen. Und wenn Ihnen eine Tasche dennoch sympathischer ist, wechseln Sie sie regelmäßig von einer Schulter auf die andere oder tragen Sie eine sogenannte Crossbody-Tasche, also eine Tasche, die quer über den Körper gehängt wird. Der Riemen der Tasche sollte zudem eher breit und idealerweise gepolstert sein.

Passen Sie den Rucksack an Ihren Körper an

Richtige Einstellung des Rucksacks

Doch auch ein Rucksack ist nicht automatisch die Rettung. Wichtig ist seine richtige Einstellung. Wenn Sie den Rucksack unnötig tief tragen, verlagert sich Ihr Schwerpunkt in eine für den Körper unnatürliche Position. Das zwingt Sie dazu, sich zu krümmen oder an unerwünschten Stellen durchzuhängen. Schmerzen lassen dann nicht lange auf sich warten.

Es ist auch ratsam, bewusst mit dem eigenen Körper zu arbeiten. Die meisten Menschen neigen dazu, die Tasche oder den Rucksack mit den Schultern hochzuziehen, wodurch sie diese logischerweise überlasten. Lernen Sie, die Schultern zu entspannen und sie nicht permanent zu den Ohren zu ziehen. Dabei helfen Ihnen auch zusätzliche Gurte – sowohl Brust- als auch Hüftgurte, die den Rucksack näher an den Körper bringen, wodurch er besser sitzt. Gleichzeitig wird ein Teil der Last auf das Becken und die Lendenwirbelsäule verlagert, wodurch Ihre Schultern entlastet werden.

Neben den genannten Gurten sorgt auch ein anatomisch geformtes und verstärktes Rückensystem für Komfort, das Verformungen des Rucksacks vorbeugt und so das richtige und schmerzfreie Tragen erleichtert.

Achten Sie auf eine gleichmäßige Belastung

Bei den äußeren Merkmalen des Rucksacks und der Taschen endet es natürlich nicht. Ebenso wichtig ist, was Sie darin tragen und wie Sie diese Notwendigkeiten anordnen. Schwerere Gegenstände platziert man am besten am Boden und näher am Körper. Versuchen Sie auch, nicht eine Seite zu überlasten – Wasserflaschen in den Seitentaschen sollten Sie also lieber gleich zwei einpacken und gleichmäßig daraus trinken.

Ein wichtiger Parameter ist auch das Eigengewicht des Rucksacks ohne jegliche Ladung. Dieses sollte logischerweise so gering wie möglich gewählt werden, jedoch nicht auf Kosten der funktionalen Eigenschaften. Ein ausgeklügeltes Rückensystem und hochwertige Materialien wiegen nun einmal zwangsläufig etwas mehr.

Zusatztipp oder: Was Hänschen nicht lernt...

Besonders begründet ist die Betonung der richtigen Rucksackwahl bei Kindern. Ihre sich entwickelnde Wirbelsäule ist noch anfälliger und das tägliche Tragen von Schulsachen setzt ihr manchmal ordentlich zu.

Davon weiß die Firma Ergobag – ein Experte für Schulrucksäcke – ein Lied zu singen, die sich direkt auf die Minimierung von Schäden an Kinderwirbelsäulen spezialisiert hat. Wie man den idealen Schulrucksack auswählt, können Sie in unserem vorherigen Artikel lesen, der dieser Marke gewidmet ist. Praktische Ratschläge finden Sie auch in unserer Beratung.

Falsche Einstellung des Rucksacks

Für extreme Bedingungen

Falls Sie mit dem Rucksack Sport treiben und sich somit einem erhöhten Sturzrisiko aussetzen, wählen Sie einen Rucksack mit integriertem Rückenprotektor. Dieser ist besonders beim Radfahren, Skifahren oder Snowboarden, aber auch beim Skateboarden und Inlineskaten nützlich. Es handelt sich um einen eingebauten Gurt, der bei einem Aufprall den unteren Teil Ihres Rückens schützt und so mögliche Verletzungen abmildert. Sie finden ihn beispielsweise in der Grundausstattung einiger Rucksäcke von Deuter oder Camelbak.

Womit können Sie Ihrem Rücken noch eine Freude machen?

  • Stärken Sie Ihre Muskeln – nicht nur die Rückenmuskulatur, sondern auch die gesamte Körpermitte (Core), die den Körper in der richtigen Position hält.
  • Gönnen Sie sich mehr natürliche Bewegung – ein sitzender Lebensstil tut dem Rücken nicht gut. Gehen Sie lieber in der Natur spazieren (natürlich mit dem richtigen Rucksack).
  • Atmen Sie richtig – auch ein falsches Atemmuster belastet die Muskeln um die Wirbelsäule. Lernen Sie daher, Ihr Zwerchfell zu benutzen und trainieren Sie die Bauchatmung.
  • Lernen Sie, richtig zu stehen und zu sitzen – sitzen Sie nicht mit überschlagenen Beinen und belasten Sie im Stehen beide Beine gleichmäßig.
  • Fangen Sie bei den Füßen an – wichtig ist auch hochwertiges Schuhwerk. Für den Alltag sind weder zu hohe Absätze noch flache und formlose Sneaker geeignet.
  • Laden Sie sich nicht zu viel auf Ihre Schultern – im wahrsten Sinne des Wortes und im übertragenen Sinne. Nicht umsonst heißt es, dass Rückenschmerzen eng mit Stress und der Psyche zusammenhängen.
Entspannung im Park

Wie halten Sie Ihren Rücken fit? Teilen Sie es uns in den Kommentaren mit!

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