Einen eigenen Reisekoffer auf Rollen zu haben, ist der Traum jedes kleinen Abenteurers. Bleibt er am Ende nicht doch an den Eltern hängen? Können niedliche Kinderkoffer auch qualitativ überzeugen? Wie sich der Kinderkoffer Travelite Heroes of the City in der Praxis bewährt hat, erfahren Sie im folgenden Testbericht.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| + fröhliche Kinderfarben | - Innenaufteilung |
| + Motiv einer bekannten Serie | - Teleskopgriff nicht höhenverstellbar |
| + hochwertige Reißverschlussverarbeitung | |
| + angemessene Größe | |
| + pflegeleicht | |
| + stabile Konstruktion |
Liebe auf den ersten Blick
Praktisch jeden Monat reisen wir mit den Kindern zu meinen Eltern in die Slowakei. Das Packen von allem, was die Kinder brauchen, fällt immer (wenig überraschend) auf mich. Mein Mann und ich haben lange darüber nachgedacht, wie wir die Kinder in diese unbeliebte Tätigkeit einbeziehen und sie dazu bringen können, darüber nachzudenken, was sie eigentlich brauchen werden. Wir haben uns daher entschieden, unserem fünfjährigen Sohn einen fröhlichen Kinderkoffer zu kaufen, der ihn auf den ersten Blick anspricht. (Aufgrund des Erfolgs der gesamten Operation werden wir in naher Zukunft auch für unsere jüngere Tochter einen Koffer kaufen.)
Nachdem wir das Angebot durchsucht hatten, wurde der Kinderkoffer Travelite Heroes of the City 4w S zum klaren Favoriten. Die Auswahl wurde zudem durch die Tatsache beeinflusst, dass unsere Kleinen die Serie „Heroes of the City“ kennen und sehr mögen – die Kinder interessierte also praktisch nichts anderes, sie kümmerten sich nicht um Parameter oder die Qualität des Produkts. Uns hingegen gefiel, dass die beliebte deutsche Marke Travelite ein Experte auf dem Gebiet der Reisekoffer ist, dass der Koffer aus robustem ABS-Kunststoff mit einer Polycarbonat-Oberflächenschicht gefertigt ist und dass er zu einem günstigen Preis erhältlich war.
Kinderkoffer für Reisen und zum Spielen
Von einem Koffer für Kinder habe ich natürlich neben der Praktikabilität vor allem erwartet, dass er die Kinder anspricht, die ihn benutzen werden. Das hat der Koffer mit Bravour erfüllt und er erfreut sich bei uns großer Beliebtheit – nicht nur als Reisebegleiter, sondern er wird auch ausgiebig zum Spielen genutzt. Sein Innenraum wurde bereits von all unseren Kuscheltieren und Puppen getestet. Er ist ansprechend, fröhlich und von der Größe her genau richtig. Meine Kinder sind begeistert von ihm.

Ich schätze auch die Verarbeitung des Reißverschlusses sehr, der nicht hakt, sodass selbst ein vierjähriges Kind den Koffer reibungslos und problemlos öffnen kann. Der Reißverschluss-Schieber ist mit einem effektvollen Gummirad mit Flammenmotiv versehen – demselben, das auch Hanička schmückt –, was das Greifen für kleine Kinderhände erleichtert.
Der Koffer wiegt 2,4 kg und meine zwei kleinen Lieblinge hatten keinerlei Probleme mit der Handhabung. Vom Volumen und den Abmessungen her ist er etwas kleiner als klassische Koffer der Größe S. Das vom Hersteller angegebene Volumen beträgt 28 l – die Größe reicht völlig für ein Sommerwochenende bei Oma und Opa aus. Ich schätze die einfache Pflege sehr – dank des festen Materials reicht es, die Oberfläche mit einem feuchten Tuch abzuwischen, und der Koffer ist wie neu.
Die Innenaufteilung ist eine Herausforderung für Kinderhände
Aus Elternsicht hätte ich mir eine anders konzipierte Innenaufteilung gewünscht. In einer Hälfte des Koffers befinden sich Y-förmige Kompressionsgurte, die mit einer Klick-Schnalle geöffnet werden – diese kann meine jüngere Tochter jedoch nicht alleine zusammendrücken und öffnen. Die andere Hälfte des Koffers hat eine verschließbare Trennwand mit Reißverschluss. Diese Aufteilung ist bei den meisten „Erwachsenenkoffern“ Standard.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Kindern das Packen ohnehin mehr Spaß macht als das Auspacken, daher ist die Hilfe der Eltern (oder eines anderen Erwachsenen) beim Öffnen der Schnalle mehr als selbstverständlich. Ich sehe darin also kein grundlegendes Problem.


Im Inneren des Koffers befindet sich an der Reißverschlusstasche ein Namensschild in Wolkenform, auf dem man den Koffer beschriften kann, um im Falle eines Verlusts dessen Wiederauffinden zu sichern. Der Koffer verfügt nicht über ein integriertes Schloss, was ich bei einem Kinderkoffer jedoch überhaupt nicht für wichtig halte. Bei unsachgemäßer Handhabung könnte es eher schaden. Das Letzte, was ich nach der Ankunft am Zielort lösen möchte, ist ein klemmendes Schloss.
Ehrlich gesagt hatte ich am meisten Angst vor den Rollen, die auf den ersten Blick nicht sehr stabil aussehen. Die Sorgen waren jedoch völlig unbegründet. Die Rollen sind bei der Bewegung nicht zu laut und dank des Drehmechanismus passen sie sich leicht plötzlichen Richtungsänderungen des kleinen Reisenden an. Sie sind aus weichem Kunststoff gefertigt, drehen sich um 360° und gewährleisten zuverlässig die Stabilität des Koffers.

Der Teleskopgriff bietet Raum für Verbesserungen

Als einen ziemlich großen Nachteil empfinde ich die begrenzte Höheneinstellung des Teleskopgriffs. Wie die meisten anderen Koffer hat er nur zwei Positionen – halb ausgefahren oder ganz nach oben. Mit voll ausgefahrenem Griff schleift ein kleineres Kind mit einer der unteren Kanten des Koffers über den Boden, auf unebenem Gelände passiert das auch mit dem nur halb ausgefahrenen Griff. Es ist mir nämlich nicht gelungen, meinem Sohn erfolgreich zu erklären, dass er den Koffer auf allen vier Rollen fahren muss.
Während des Gebrauchs hat der Koffer also schon ein paar Kratzer abbekommen, aber das hat seiner Funktionalität natürlich überhaupt nicht geschadet. Der Griff selbst liegt zudem genau richtig in der Kinderhand, ist bequem und rutscht nicht. Genauso empfinden wir auch den Tragegriff des Koffers, der aus robustem Kunststoff gefertigt ist.
"Mama, ich packe selbst!"
Wie ich bereits erwähnt habe, hat der Koffer die Kinder auf den ersten Blick angesprochen und wurde zu ihrem zuverlässigen Begleiter auf Reisen. Die beste Belohnung für die Anschaffung war für mich der Anblick meines zufriedenen Sohnes, der mit großem Stolz und Begeisterung seinen selbst gepackten Koffer zog.
Den Kinderkoffer Travelite kann ich also guten Gewissens allen Familien empfehlen, die von Zeit zu Zeit gemeinsam auf Reisen gehen. Es ist eine einzigartige Gelegenheit, Kindern spielerisch Verantwortung beizubringen und ihnen das Reisen angenehmer zu gestalten.
Eingeweihte wissen zudem, dass die tapfere Hanička, Pavlík und der Vogel Pohromák die Kinder (und in diesem Fall auch die Eltern) niemals enttäuschen!

