| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| + bequem auf dem Rücken | - Einweg-Reißverschluss an der unteren Tasche |
| + verstellbares Rückensystem | - kurze Riemen zur externen Befestigung |
| + weiche Polsterung der Schultergurte | - wenige Innentaschen |
| + schmale Schultergurte | |
| + zwei Eingänge | |
| + abtrennbares Bodenfach | |
| + Regenhülle |
Bei der Auswahl des Rucksacks habe ich mich durch eine breite Palette an Herstellern und Modellen gewühlt, die wir zur Verfügung haben. Ich habe etwa fünfzehn verschiedene Modelle auf dem Rücken ausprobiert, aber am Ende hat der Lithium Crest S der Marke Mammut gewonnen. Es handelt sich um eine Variante, die für kleinere Staturen geeignet ist, was einer seiner größten Vorteile war. Viele Modelle von Konkurrenzherstellern habe ich gerade wegen des großen Rückensystems verworfen, das einfach nicht zu meiner Figur passte.

Einstellbarer Komfort
Der Clou am Rückensystem des Lithium-Rucksacks? In erster Linie ist es verstellbar. Ich konnte den Abstand der Schultergurte zum Hüftgurt genau auf meinen Rücken anpassen und so maximalen Komfort erreichen. Die Einstellung ist sehr einfach und alles hält dank Klettverschluss dort, wo es soll. Zudem ist der Rucksack sehr schön gepolstert und man spürt ihn auf dem Rücken kaum.Mir gefallen auch die schmaleren Schultergurte, die nicht stören oder einschneiden, selbst wenn sie Last tragen. Beim Schließen der Brust- und Hüftgurte bewegt sich der Rucksack auf dem Rücken keinen Millimeter. Selbstverständlich ist die Höhenverstellung des Brustgurts, der in einer Schiene befestigt ist und so auch beim Gehen leicht in die optimale Position geschoben werden kann.Was sich im Inneren verbirgt
Der Mammut Lithium Crest S bietet einen großen Innenraum mit oberem und unterem Zugang. Der untere Teil ist zudem durch eine Trennwand abtrennbar. Hier gibt es keinen Reißverschluss, sondern eine Kordel zum Zuziehen, was ich für eine gute Idee halte. Die Handhabung im Rucksack ist so schneller und bequemer. Ein Nachteil könnte die kleine Öffnung sein, die nach dem Zuziehen am Boden der Trennwand bleibt. Wenn Sie jedoch keine losen Kleinteile im Rucksack tragen, müssen Sie keine Angst vor dem Durchfallen haben. Ich trage in der unteren Tasche meine Kamera, daher hat mich das kleine Loch nicht gestört.
Was ich mir beim unteren Fach jedoch wünschen würde, ist ein Zwei-Wege-Reißverschluss. Wenn ich ständig die erwähnte Kamera herausnehme und verstaue, ist es schneller, die Tasche mit zwei Reißverschlüssen zueinander zu schließen. Bei einem einzelnen Reißverschluss, mit dem dieser Rucksack ausgestattet ist, muss die Tasche erst schön gerade gezogen werden, damit sie zugeht. Aber das ist wohl mein verwöhntes Gejammer. :-)
Das Hauptfach ist recht geräumig mit einer kleinen Netztasche für Kleinkram. Ohne Probleme passte mein Schlafsack zusammen mit der aufblasbaren Isomatte hinein, beides in der Breite. Dadurch blieb Platz für weitere Ausrüstung, Kleidung, Kocher usw. Das Zelt nahm glücklicherweise mein Mann in seinen Rucksack, sodass ich keine weitere Last lösen musste. Falls ich jedoch von außen weitere Ausrüstung befestigen müsste, bin ich mir nicht sicher, wie voluminös sie sein könnte – die Riemen kamen mir ziemlich kurz vor. Aufgrund ihrer Länge (30 cm an der Seite und 35 cm an der Unterseite) ist es nur möglich, schmalere Dinge zu befestigen. Es gibt jedoch kleine Schlaufen, die dazu dienen können, andere, längere Riemen zu befestigen und so auch das Anbringen des Zeltes zu lösen.


Zur Standardausstattung gehören Schlaufen für Wanderstöcke auf beiden Seiten. Die praktisch gestalteten elastischen Seitentaschen sind groß genug auch für breite Nalgene Wide Mouth Flaschen.
Taschen, Taschen, Täschchen
Die seitlichen Netztaschen habe ich bereits erwähnt. Das sind aber bei weitem nicht alle, die Mammut bietet. Fangen wir ganz oben an. Im oberen Deckelfach befindet sich eine Tasche, in der vom Hersteller eine abnehmbare Regenhülle für den Rucksack versteckt ist. Die Tasche ist aber groß genug für viele weitere Dinge. Als kleinen Nachteil empfinde ich den relativ schmalen Zugang zu dieser Tasche. Andererseits kann man den gesamten Deckel komplett abnehmen und ihn beispielsweise als provisorische Kosmetiktasche verwenden.Auf der Vorderseite des Rucksacks befindet sich eine größere Einsatztasche mit elastischen Seiten, ideal zum schnellen Verstauen einer Fleecejacke oder Regenjacke. Die Tasche hat keinen Reißverschluss, aber die Dinge darin sind dank der in Schnallen eingeklickten Riemen relativ gut fixiert. Auf der linken Seite des Hüftgurts befindet sich eine Tasche, die groß genug für mein Telefon ist, also ideale Größe und Platzierung.Gesamteindruck
Ich muss sagen, dass mich der Mammut Lithium Crest S in gleich mehreren Punkten (positiv) überrascht hat. Da ich ein ziemlich großer Anhänger der Marke Deuter und deren Robustheit und Langlebigkeit bin, war ich Mammut gegenüber anfangs ziemlich skeptisch. So ein leichter Rucksack kann doch nicht viel aushalten, dachte ich mir.Aber es stellte sich heraus, dass Mammut genauso viel aushielt wie meine anderen Rucksäcke von Deuter. Zudem ist Mammut leichter, was mir wirklich gefällt. Das leichte Textil war für mich anfangs etwas ungewohnt, da ich es mag, wenn ein Rucksack von sich aus die Form hält. Ich musste viel darüber nachdenken, wie ich die Dinge im Inneren anordne, damit aus dem Rucksack kein unförmiger Sack wird. Aber nach einigen Versuchen habe ich mich daran gewöhnt und mein System gefunden.
Ich bin mit diesem Rucksack einfach zufrieden. Er ist leicht, für einen zweitägigen Ausflug genau richtig groß, mit einem sehr bequemen Rückensystem und einer ordentlichen Ausstattung. Ich würde mir mehr Täschchen wünschen, besonders im Inneren, aber ansonsten habe ich nichts Wesentliches auszusetzen. Ein kleiner Nachteil ist vielleicht nur der höhere Anschaffungspreis und die kurzen Befestigungsriemen.

