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TESTBERICHT: Thule Subterra 23 l

8. April 2026 5 Min. Lesezeit

Ich besitze den Rucksack Thule Subterra 23 l nun schon eine Weile und möchte meine Erfahrungen mit euch teilen: Es ist der beste City-Rucksack in dieser Galaxie! Das war's, Freunde... Na gut, gehen wir es etwas geordneter und detaillierter an.

VorteileNachteile
+ Design- Tiefe der Seitentaschen
+ Material- Schwieriges Einstellen/Lösen des Brustgurts
+ Verarbeitungsqualität
+ Innenaufteilung
+ Kontrastfarbe im Innenraum
+ Gepolstertes Laptopfach
+ Angenehme Rückenpolsterung
Thule Subterra 23 l

Elegant von außen, praktisch von innen

Es geschah an einem wunderschönen Tag, als ich im Bagalio-Shop (wo ich übrigens auch arbeite) einen Rucksack auswählte, der meinen anspruchsvollen Bedürfnissen und meinem erlesenen Geschmack entsprach. Mein Blick fiel auf die Rucksäcke der Marke Thule und ich beschloss, sie genauer unter die Lupe zu nehmen.

Habt ihr von Thule gehört? Falls nicht, seid gewiss: Die Leute, die dort arbeiten, nutzen wahrscheinlich einen größeren Teil ihrer Gehirnkapazität als gewöhnliche Sterbliche, und das spiegelt sich unübersehbar in ihren Produkten wider. (Übrigens, falls es jemanden interessiert: Es sind Schweden.)

Täuscht der erste Eindruck? Bei Thule gibt es keine Enttäuschung!

Thule Subterra Rucksack

Nun, fangen wir mit der Verarbeitung an. Das Material (Nylon 800D) wirkt auf den ersten Blick sehr hochwertig. Und wisst ihr was? Das ist es auch! Wirklich. Kurz nach dem Kauf habe ich ihn einem ziemlich harten Belastungstest unterzogen und konnte keinerlei Schäden feststellen, weder am Material selbst noch an den Nähten oder den Reißverschlüssen, die oft bis zum Zerreißen gespannt waren. Und stellt euch vor, er war nicht einmal schmutzig, obwohl ich Werkzeug und Baumaterial darin transportiert habe! Natürlich musste ich danach den Boden des Rucksacks aussaugen, da er noch über keine Selbstreinigungsfunktion verfügt, aber wer weiß, was Thule in Zukunft noch bringt… :-)

Ich war wirklich überrascht. Obwohl ich all die Marketing-Artikel gelesen hatte, in denen steht, wie gründlich Hersteller ihre Produkte testen und sie solch schrecklichen Bedingungen aussetzen, dass sie lieber nicht sagen, welchen, damit die Leser nicht vor Schreck erblassen, hat es meine Erwartungen dennoch übertroffen. Das ist also der erste (und sicher nicht der letzte) Pluspunkt für Thule.

Wenn ihr Rückenprobleme habt oder einen Buckel wie der Glöckner von Notre-Dame, lest weiter! Es könnte euch interessieren, dass der Subterra auch ein sehr angenehmes Rückensystem besitzt, zu dem untrennbar auch bequeme Schultergurte gehören. Zugegeben, anfangs wirkten sie etwas steif, aber nach einiger Zeit passen sie sich auch leicht deformierten Körpern an. Es ist ein bisschen wie bei Schuhen.

Zudem ist der Stoff an der Polsterung sehr weich, sodass er auch auf unbedeckten Körperstellen nicht kratzt. Es besteht auch keine Gefahr, dass sich kleiner Schmutz, Zweige und andere Tücken der Großstadt festsetzen, die aus den Netzrücken vieler Rucksäcke fast unmöglich zu entfernen sind.

Der Rucksack ist auch mit einem verstellbaren Brustgurt ausgestattet, dessen Verwendung ich empfehle, da die Schultergurte aufgrund der glatten Oberfläche dazu neigen, von den Schultern zu rutschen. Wenn ihr jedoch breite Schultern habt und ohne Brustgurt auskommt, kann dieser auch komplett abgenommen werden (es geht nur etwas schwer). In diesem Fall rate ich jedoch dazu, ihn gut aufzubewahren, denn man weiß nie, wann man ihn gebrauchen könnte.

thule subterra

Wahre Schönheit verbirgt sich im Inneren

Stellt euch nun, liebe Leser, einen Trommelwirbel vor, der das Wichtigste an diesem Rucksack ankündigt – die Innenaufteilung! Bum Tsss! Herrlich, oder? Das Erste, was euch sicher auffallen wird, ist die knallige Farbe. Der Sinn dahinter ist wirklich einfach. Ein heller und kontrastreicher Innenraum ermöglicht eine bessere Übersicht und ein leichteres Finden von verstauten Gegenständen, besonders der kleinen Dinge. Und glaubt mir, in der Flut an verschiedenen Taschen und Fächern hilft das sehr. Außerdem, wenn ihr ein bisschen chaotisch seid (wie ich), zwingt es euch dazu, im Rucksack (relativ) Ordnung zu halten. Anfangs fehlten mir die zwei Hauptfächer, an die ich gewöhnt war, aber letztendlich muss ich zugeben, dass ein gut durchdachtes Fach völlig ausreicht.

Jeder, der mit einem Laptop reist, wird das großzügig gepolsterte Fach zu schätzen wissen, in dem der Laptop absolut sicher ist. Es ist nicht nur so eine wackelige Trennwand, wie es bei manchen anderen Möchtegern-Laptop-Rucksäcken der Fall ist. Übrigens könnt ihr bei uns vorbeikommen und es euch mal „anfühlen“. :-)

Am Laptopfach befindet sich zudem ein weiteres kleineres Fach, das für ein Tablet gedacht ist. Es ist auf einer Seite flauschig, damit das Display nicht zerkratzt wird und gleichzeitig von Staub gereinigt wird. Ich habe dort ab und zu mein Handy aufgeladen und (überraschenderweise) funktioniert das auch. Es lohnt sich wohl kaum, jede Tasche zu beschreiben, aber der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es insgesamt sieben sind, davon eine mit Reißverschluss.

Weitere Taschen befinden sich außen. Vorne oben ist eine für die notwendigen Kleinigkeiten, wie zum Beispiel ein Messer, eine Strumpfhose und ein wenig Chloroform. ;-) An der Seite ist eine weitere für Papiere. Die habe ich noch nicht richtig genutzt, aber sie wäre sicher praktisch für eine Karte. Zwei Taschen findet ihr auch an den Seiten, aber da im Inneren einfach genug Platz für alles Wesentliche ist, bleiben sie meist leer.

Der Champion unter den City-Rucksäcken

Thule Subterra Rucksack

Puh! Na, was sagt ihr? Habt ihr durchgehalten? Nein? Ich muss es sowieso zu Ende schreiben, also auf zum Finale – hier ist die abschließende Bewertung!

Es wird wohl keine Überraschung sein, dass ich den Rucksack Thule Subterra 23 l positiv bewerte. Ich habe wirklich versucht, Mängel zu finden. Nach langem Grübeln fiel mir jedoch nur einer ein. Es sind die bereits kurz erwähnten Seitentaschen, die normalerweise für eine Trinkflasche gedacht sind. Eine Halbliterflasche eines ungenannten Getränks hineinzubekommen, war schwieriger als erwartet. Aber vielleicht würden diese Taschen mit der Zeit etwas nachgeben, oder sie sind einfach für etwas ganz anderes gedacht. Das war es aber auch schon mit den negativen Punkten.

Meiner Meinung nach ist dies einfach der klare Champion unter den City-Rucksäcken. Und es gibt viele Gründe dafür: einfaches und elegantes Design, praktisches Innenleben, bei dessen Aufteilung sich jemand beim Entwerfen wirklich Gedanken gemacht hat, Qualität des Materials, Reißverschlüsse, angenehmes Tragegefühl und so weiter.

Für meine Bedürfnisse ist ein Volumen von 23 Litern zudem absolut ausreichend. Die Dinge, die ich normalerweise bei mir trage, passen bequem hinein, und gleichzeitig ist noch genug Platz für einen kleineren Einkauf auf dem Heimweg, ohne dass ich weitere Einkaufstüten kaufen muss. Sollte das für euch jedoch zu wenig sein, verzagt nicht! Es gibt auch größere Varianten dieses fantastischen Rucksacks.

P.S. Dass man bei Thule wirklich keine Amateure am Werk hat, beweist auch die prestigeträchtige iF Design Award Auszeichnung, die sie im letzten Jahr für den Koffer der gleichnamigen Serie erhalten haben.

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