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Lawinenrucksäcke in den Bergen garantieren maximale Sicherheit

14. Juli 2025 4 Min. Lesezeit

Planen Sie einen Winterurlaub in den Bergen? Lieben Sie adrenalingeladene Erlebnisse und planen Sie, die präparierten Pisten zu verlassen, um Freeriding oder sogar Heliskiing auszuprobieren? In diesem Fall ist ein Lawinenrucksack für Sie ein absolutes Muss.

Lawinenrucksäcke sind für alle bestimmt, die sich in bergigem Gelände bewegen, in dem Lawinengefahr besteht. Neben Freeridern können dies Skitourengeher oder beispielsweise Fahrer von Schneemobilen sein. Wenn Sie eine dieser Sportarten ausüben, sollten Sie das Risiko von Lawinenabgängen keinesfalls unterschätzen und sich einen Lawinenrucksack zulegen, der Ihnen helfen kann, bei einem Lawinenabgang an der Oberfläche zu bleiben.

Wie funktionieren Lawinenrucksäcke

Bei einem Lawinenabgang ist die häufigste Todesursache das Verschüttetwerden und das anschließende Ersticken unter der Schneemasse. Opfer dieses Unglücks haben oft blockierte Atemwege aufgrund des hohen Drucks auf den Brustkorb, und bei einer vollständigen Verschüttung liegt die Überlebenschance bei unter 50 %.

Lawinenrucksäcke verhindern das Verschüttetwerden in einer Lawine, indem sie Ihr Volumen vergrößern. Bei der Bewegung unterschiedlich großer Partikel gilt nämlich, dass größere Partikel nach oben gedrückt werden, und genau so verhält es sich auch bei Lawinen. Anfangs wird ein Mensch von der Lawine an die Oberfläche gedrückt, dies ändert sich jedoch in dem Moment, in dem die Lawine zum Stillstand kommt. Die höhere Dichte des menschlichen Körpers im Vergleich zum Schnee führt dazu, dass der Mensch plötzlich tiefer in die Schneemasse einsinkt. Diesem Phänomen wirken Lawinenrucksäcke entgegen, die im Inneren mit 1 oder 2 Airbags ausgestattet sind. Diese füllen sich nach dem Ziehen am Auslösegriff mit Luft und vergrößern Ihr Volumen um bis zu 170 l. Statistiken aus dem Jahr 2010 zeigen, dass beim Einsatz von ABS-Rettungsrucksäcken 97 % der Personen den Lawinenabgang überlebten und 84 % der Personen unverletzt blieben.

Arten von Lawinenrucksäcken

Burton Ak Pack 17 ABSDerzeit sind verschiedene Arten von Lawinenrucksäcken auf dem Markt erhältlich. Das etablierteste und bekannteste System ist der ABS-Rucksack. Diese Rucksäcke bestehen aus zwei Teilen: einer Basiseinheit und einem Aufsatz, den Sie je nach gewünschtem Volumen Ihres Rucksacks auswählen. Der Vorteil ist, dass Sie nur die Basiseinheit kaufen können und das Volumen-Teil auch von anderen Marken wie z. B. Burton, Dakine erhalten können. Die Basiseinheit enthält zwei mit Luft füllbare Säcke, die an den Seiten des Rucksacks so nah wie möglich am Schwerpunkt des menschlichen Körpers platziert sind. Jeder dieser Säcke hat ein Volumen von ca. 85 l. Ein weiterer Bestandteil ist eine Druckflasche, die mit einer Gaskombination gefüllt ist. Bei der Aktivierung des Auslösers, der mit einer Patrone ausgestattet ist, wird eine Druckwelle ausgelöst, die im Druckbehälter einen Unterdruck erzeugt, wodurch sich beide Luftsäcke zu füllen beginnen. Diese können Ihnen dann in einer Lawine das Leben retten. Der einzige mögliche Nachteil des ABS-Systems, der häufig diskutiert wird, ist vor allem das Problem des fehlenden Schutzes für Kopf und Nacken, was andere Hersteller durch eine alternative Platzierung des Airbags lösen.

Weitere Arten von Lawinenrucksäcken sind zum Beispiel BSA-Rucksäcke. Sie unterscheiden sich von ABS-Produkten vor allem durch die Platzierung des Airbags, der in diesem Fall nur ein einzelner mit einem Volumen von 150 l ist. Nach der Aktivierung bläst sich der Airbag direkt hinter Ihrem Kopf wie ein Kissen auf und verhindert so verschiedene Verletzungen der Halswirbelsäule. Ein weiterer Unterschied zum ABS-System ist der mechanische Auslöser. Ein ähnliches System besitzen Rucksäcke der Firma Mammut/SnowPulse. Der Luftsack bläst sich in diesem Fall nicht nur hinter Ihrem Rücken auf, sondern auch um die Schultern herum, wodurch Verletzungen an Kopf, Schultern und Nacken noch besser eliminiert werden. Ein möglicher Nachteil eines so platzierten Airbags ist jedoch die Einschränkung Ihres Sichtfeldes.

Preis

Mammut Airbag Protection

Auch wenn Lawinenrucksäcke relativ teuer sind, lässt sich in den letzten Jahren ein allmählicher Preisrückgang feststellen, was mit dem zunehmenden Wettbewerb der Hersteller zusammenhängt. Derzeit erhalten Sie einen hochwertigen Lawinenrucksack in einer Preisspanne von ca. 500 bis 800 Euro. Der Preis hängt vor allem vom Hersteller und der Größe des Rucksacks ab. Beim Kauf müssen auch die Kosten für die Druckflasche berücksichtigt werden. Einige Hersteller legen die Flasche dem Rucksack bei und beziehen sie in den Gesamtpreis ein. Andernorts gibt es die Möglichkeit zu wählen, ob man den Rucksack mit oder ohne Flasche kaufen möchte. Der Preis für Flaschen hängt vom Material und Gewicht ab und liegt zwischen 80 und 240 Euro. Nach Gebrauch kann die entleerte Flasche in autorisierten Servicezentren und Geschäften gegen eine geringe Gebühr wieder befüllt werden, sodass Sie nicht jedes Mal eine komplett neue kaufen müssen.

Egal für welche Marke Sie sich entscheiden, lassen Sie sich vor dem Kauf von einem Experten beraten. Selbst der beste Lawinenrucksack kann Sie möglicherweise nicht retten, wenn er nicht richtig auf Ihrem Rücken sitzt, die Druckflasche beschädigt ist oder die Airbags falsch gefaltet und platziert sind. Denken Sie auch daran, dass Sie vor dem Einsatz des Rucksacks im Gelände dessen Auslösesystem perfekt kennen und beherrschen müssen. Wählen Sie daher sorgfältig aus und wägen Sie die Vor- und Nachteile aller angebotenen Rucksacktypen ab.

Wir wünschen Ihnen viele adrenalingeladene Erlebnisse.

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